Mittlerweile weiß ich, dass Fototapete nicht gleich Fototapete ist...

Da stehe ich nun mit meinem großen Vorhaben, mein Wohnzimmer im Afrika-Stil noch mit einer schicken Fototapete mit Löwen-Motiv zu perfektionieren. Aber ob dieses Vorhaben auch wirklich in die Tat umgesetzt wird ist leider noch fraglich. Mittlerweile weiß ich, dass Fototapete nicht gleich Fototapete ist. Es gibt Papiertapeten und Vliestapeten. Die Unterschiede sind schnell erklärt. Wie das Wort Papiertapete schon sagt, ist die Tapete sehr dünn und man kann sie mit handelsüblichem Druckpapier vergleichen. Stabilität: Abzugspunkte. Ein Vorteil ist aber definitiv, dass man das Motiv in einer Packung mit einzelnen (meist) nummerierten Bögen bekommt. So kann man schön bei eins anfangen und sich langsam durchtapezieren. Hierbei wird der Kleister auf die jeweiligen Bögen aufgebracht. Die Vliestapete hingegen ist von der Beschaffenheit wie eine normale Wandtapete und sehr stabil und reißfest – Pluspunkt für das Tapezieren. Der Nachteil hierbei ist allerdings, dass es Fototapeten in dieser Form nur in Bahnen und nicht in einzelnen Bögen gibt. Auch das Tapezieren sieht hier etwas anders aus: Der Kleister kommt direkt an die Wand und nicht auf die Tapete. Soviel zur Theorie und den beiden verschiedenen Arten. Aber alleine mit diesem Wissen ist es leider noch nicht getan. Natürlich sollte die Fototapete ein Hingucker sein und dementsprechend professionell angebracht werden. Eines der größten Probleme ist, dass man sich beim Tapezieren nicht auf die Wände verlassen kann. Denn diese sind oft schräg. Auch wenn man das mit dem bloßen Auge und auf den ersten Blick ohne Wasserwaage nicht sieht, richtet man eine Fototapete an einer schrägen Wand aus, kann das am Ende schrecklich aussehen. Ich persönlich werde wohl die Vliesvariante wählen, aber um einen guten Tapezierer werde ich wohl nicht herum kommen. Das Ergebnis soll schließlich top aussehen und nicht einfach nur an die Wand „geklatscht“. Mein Fazit: Wer schon öfter tapeziert hat und das beherrscht, der sollte sich trauen. Ist man aber ein blutiger Anfänger, so wie ich, sollte man sich lieber fachkundige Unterstützung holen.